Ein Pionier der digitalen Zahnheilkunde ist von Material und Methode überzeugt

Lesen Sie mehr über eine Erfolgsgeschichte mit CEREC und VITABLOCS. 


Kaum eine Entwicklung hat die restaurative Zahnmedizin so stark geprägt wie CEREC.
Und kaum ein Verfahren war anfangs so stark umstritten wie die CEREC-Methode. Maßgeblich flankiert wurde die Revolution der digitalen Zahnmedizin von der Feldspatkeramik VITABLOCS. Ein Zahnarzt, der fast von Beginn an die Entwicklung begleitet hat, ist PD Dr. Andreas Bindl. Lesen Sie, wie er die Entwicklung der digitalen Zahnmedizin erlebte und erfahren Sie, warum er nach 25 Jahren immer noch begeistert von VITABLOCS ist.

Im September 1985 wurde das erste CEREC-Inlay eingegliedert.

Die damals experimentellen Blocks basierten auf einer Feldspatkeramik. Bis zur Serienfertigung sollte einige Zeit vergehen, bevor nach intensiven Tests die VITABLOCS der ersten Generation marktreif waren. Es war das allererste, speziell für die CAD/CAM-Anwendung entwickelte Material für die CEREC-Methode. Seither sind die VITABLOCS untrennbar mit dem Erfolg von CEREC verbunden. 

Digitale Zahnmedizin: Zu jedem Erfolg gehört als erster Schritt der Mut

Andreas Bindl führt eine Zahnarztpraxis in Zürich. Am Zürichberg lebt er patientenorientierte Zahnmedizin. „Wenn es geht, dann in einer Sitzung“ – so behandelt Andreas Bindl seine Patienten. Andreas Bindl war von 1994 bis 2007 Mitglied des Teams um Prof. Dr. Werner Mörmann (CEREC-Erfinder, zusammen mit Dr. Marco Brandestini) und mit seinem Enthusiasmus enger Weggefährte. An vielen Entwicklungen aktiv beteiligt, weiß Andreas Bindl fast alles rund um die Geschichte der digitalen Zahnheilkunde. „Kaum zu glauben, dass über 25 Jahre vergangen sind, seit ich erstmals mit CEREC gearbeitet habe.“ 

Informationen zu PD Dr. Andreas Bindl

Name & Ort: Andreas Bindl, Zürich


Tätigkeit:

  • Inhaber der Praxis am Zürichberg
  • Oberarzt (20%) Bereich für computergestützte restaurative Zahnmedizin
  • Klinik für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin
  • Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich


Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Restaurative, computergestützte Zahnmedizin
  • Minimalinvasive Zahnmedizin
  • Chairside-Fertigung /Vollkeramik
  • digitale Implantologie


Keramische CEREC-Materialien:

  • Feldspatkeramik/Hybridkeramik
  • Glas-Keramiken
  • Zirkoniumdioxid Keramiken
  • CAD/CAM-Komposit

Wie alles begann

Während des Studiums hatte Andreas Bindl mit der digitalen Zahnheilkunde kaum Berührung. „Ich habe von CEREC gehört, doch gearbeitet wurde analog“, erinnert er sich. Kein direktes Feedback zur Qualität der Abformung, Hürden bei der provisorischen Versorgung, lange Wartezeit bis zur finalen Restauration etc. – diese Limitationen mochte er nicht akzeptieren. Und so kam ihm CEREC sehr gelegen. „Als ich erstmals von CEREC hörte, war ich naiv. Ich dachte, Kamera in den Mund und dann kommt irgendwo das fertige Werkstück raus“, lacht Andreas Bindl. Wirklich in Tuchfühlung mit der Technologie kam er an der Universität Zürich, als er zu dem Team um Prof. Dr. Mörmann stieß. Als er hier 1994 seine Arbeit begann, wurde er eines Besseren belehrt. Die damals zweidimensionale Software verlangte ein komplettes Umdenken. Auch kam nicht das fertige Werkstück aus der Maschine, sondern ein Rohling, an dem viel Nacharbeit notwendig war. Da es damals keine dreidimensionale CAD-Voransicht der konstruierten Restauration gab, war das Ergebnis erst nach dem Schleifprozess sichtbar; manchmal auch verbunden mit Enttäuschungen.

Die intuitive Bedienung der CEREC-Software verrät uns heute nichts mehr über diese Anfangsschwierigkeiten.

Doch wie für Visionäre üblich, wurde weiterentwickelt, geforscht, probiert ….

Wer will, findet Wege und wer nicht, der findet Gründe

„Wir hatten eine Vision und haben diese ehrgeizig verfolgt.“ Inspiriert von der Idee, die computergestützte Fertigung von Zahnersatz zu etablieren, wurde entwickelt, geforscht, getestet … „Zahnersatz muss in einer Sitzung möglich sein. Dieser Glaube von Professor Mörmann hat mich infiziert“, bekennt Andreas Bindl. Es herrschte der besondere Geist früher Pionierjahre, „… alles war in Bewegung.“ Das Echo vonseiten der Zahnärzteschaft war zweigeteilt. Auf einer Seite standen die Kritiker, auf der anderen Seite die Visionäre. „Als ich meinem Großvater, auch Zahnarzt, von CEREC erzählte, hielt er sich mit seiner Meinung dezent zurück“, schmunzelt Andreas Bindl. Die Idee von CEREC rüttelte an etablierten Grundsätzen der Zahnheilkunde. Bemerkungen über einen viel zu großen Randspalt oder den „Keramikklotz in einem See von Befestigungskomposit“ – es brauchte starke Nerven, um am Traum festzuhalten. Trotz des harten Gegenwinds aus der Fachwelt arbeitete das Züricher Team unbeirrt weiter.

Computergestützt und zwar zeitsparend – das war die Vision von CEREC.

Das erste Restaurationsmaterial für CEREC – VITABLOCS-Keramik – und die Weiterentwicklung der Adhäsivtechnik trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Mit der zweiten Generation, den VITABLOCS Mark II, gelang es 1991, eine Feinstrukturkeramik mit zahnschmelzähnlichen Eigenschaften zu entwickeln. „Das war der Durchbruch. Das Material mit seinen feinen, gleichmäßig verteilten Partikeln und guten Schleifeigenschaften überzeugte die Anwender.“ Mit den VITABLOCS Mark II ließen sich schon damals hochästhetische Restaurationen fertigen. 

Der Erfolg von CEREC und VITABLOCS gehört untrennbar zusammen. Denn anfangs gab es nur dieses Material.

Mitte der 1990-er Jahre kam CEREC 2 auf den Markt. „Soft- und Hardware waren ausgereifter. Bald konnten Vollkronen geschliffen werden.“ Auch materialseitig wurde stetig entwickelt und das VITABLOCS-Portfolio erweitert. Die polychromatischen VITABLOCS-Rohlinge unterscheiden sich im Farbverlauf. Während die VITABLOCS TriLuxe-Blöcke einen horizontalen Farbverlauf aufweisen, beeindruckt der VITABLOCS RealLife mit einem doppelsphärischen und chromatischen Dentinkern, der von einem Mantel aus Schmelzmasse umgeben ist. „Durch die Struktur im Inneren des Blocks lässt sich der Dentinkern imitieren. Das ergibt ein weiches, diffuses Lichtspiel“, erläutert Andreas Bindl.

Historie der Feldspatkeramik VITABLOCS

  • 1985 VITABLOCS (erste CEREC-Restauration)
  • 1991 VITABLOCS Mark II (monochrom)
  • 1998 VITABLOCS Mark II in VITA SYSTEM 3D-MASTER Farben
  • 2003 VITABLOCS TriLuxe (polychrom mit horizontalem Farbverlauf)
  • 2007 VITABLOCS TriLuxe forte (polychrom mit horizontalem Farbverlauf)
  • 2010 VITABLOCS RealLife (polychrom mit chromatischem Dentinkern umgeben von Schmelzmasse)


Weitere Meilensteine: zusätzliche Blockgrößen und breitere Farbvielfalt

Grundsätzlich müssen die aus VITABLOCS geschliffenen Restaurationen nur poliert werden, denn das Material sorgt durch seine lichtoptischen Eigenheiten schon für wunderbare Ästhetik. Um darüber hinaus feine Charakteristiken herauszuarbeiten, ist eine Charakterisierung mit VITA AKZENT Plus-Malfarben möglich.

CEREC und VITABLOCS: Aus Innovation wurde Standard

Als Andreas Bindl aus der ganzen Welt positive Erfolgsmeldungen rund um CEREC erreichten, war das eine große Motivation und bestätigte den eingeschlagenen Weg. Schon sehr früh wurden internationale Studien rund um CEREC und VITABLOCS durchgeführt. „Meistens sollten diese Studien wohl zeigen, dass CEREC nicht funktioniert“, merkt Andreas Bindl an. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Langzeitstudien zur VITABLOCS-Keramik haben heute einen hohen Stellenwert und bieten eine fundierte wissenschaftliche Grundlage.

Die CEREC-Methode gehört zu den meistuntersuchten zahnärztlichen Therapieprotokollen. Es gibt eine große Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten und erfolgreiche Langzeitergebnisse, gerade auch zu den VITABLOCS.

In der Praxis von Andreas Bindl, der ehemaligen Station für Zahnfarbene und Computer Restaurationen der Universität Zürich, werden noch heute Patienten aus den CEREC-Anfangsjahren behandelt. „So sehe ich viele CEREC-Restaurationen, die ich als junger Zahnarzt hergestellt habe.“ Eine evidente Bestätigung, denn der überwiegende Anteil ist nach wie vor in situ.

Alle Dinge sind schwierig, bevor sie einfach werden

Verlässlichkeit: Der Pionier ist auch heute topaktuell

Dentsply Sirona und VITA Zahnfabrik leisteten Pionierarbeit in der digitalen Zahnmedizin. „Ich bin ehrlich; ohne diese Firmen würde mir etwas fehlen“, bekräftigt Andreas Bindl. Mit der VITA Zahnfabrik steht er seit zwei Jahrzehnten im engen Austausch und erlebt die Zusammenarbeit als sehr sicherheitsbewusst. „VITA legt hohen Wert auf Verlässlichkeit bzw. zuverlässige Produkte“, ergänzt er.

Der Erfolg der VITABLOCS ist eine wunderbare Bestätigung für die beständig gute und sorgfältige Arbeit der VITA Zahnfabrik.

Die Wahl des richtigen CEREC-Materials

In der Anfangszeit waren die VITABLOCS als CEREC-Material alternativlos. Ende der 1990er Jahren kam eine Glaskeramik für CEREC auf den Markt, gefolgt von weiteren Materialien. Heute punktet VITABLOCS unter der Vielzahl an CEREC-Werkstoffen mit verlässlicher Beständigkeit. „Ich möchte ein Material, das sich gut schleifen lässt und möglichst wenig Chipping verursacht“, begründet Andreas Bindl sein andauerndes Vertrauen in die VITABLOCS. Die schöne Ästhetik und die einfache Polierbarkeit begeistern ihn im Praxisalltag nach wie vor. „Erst heute habe ich wieder ein Veneer aus VITABLOCS TriLuxe forte hergestellt. Dank des Farbgradienten war außer der Politur keinerlei Nacharbeit notwendig.“


Auf System (CEREC) und Material (VITABLOCS) ist zu hundert Prozent Verlass – diese Aussage bestätigt der klinische Erfolg. „Wir haben bei uns in all den Jahren wirklich nur wenige Misserfolge gehabt.“ Und aus welchen negativen Erfahrungen können Zahnärztinnen und Zahnärzte heute lernen? „Unterschreiten Sie niemals die vorgegebene Schichtstärke.“

Die Entscheidung für das Restaurationsmaterial obliegt in erster Linie der notwendigen Schichtstärke und der Möglichkeit der Adhäsivtechnik.

5 Tipps von Dr. Andreas Bindl für die erfolgreiche Anwendung von VITABLOCS

  1. Indikationsstellung entsprechend den Herstellerangaben
  2. Beachten der vorgegebenen Mindestwandstärken
  3. Einhalten des Protokolls für die adhäsive Befestigung
  4. Indikationsbezogene Wahl des jeweiligen VITABLOCS-Materials
  5. Vertrauen auf den Chamäleon-Effekt der VITABLOCS-Keramik

Für Andreas Bindl sind VITABLOCS als CEREC-Material heute State of the Art. Sein Fazit aus jahrzehntelanger digitaler Chairside-Behandlung: „Mit VITABLOCS haben Zahnärztinnen und Zahnärzte ein verlässliches Material, das seit mehr als drei Jahrzehnten erfolgreich angewendet wird und zu dem es zahlreiche wissenschaftliche Studien gibt. Es lässt sich komfortabel verarbeiten und bietet eine hohe Ästhetik.“